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Was Eltern wirklich wollen

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung am Untermain befragt Eltern zur Vereinbarkeit von Familie, Betreuung und Beruf

Aschaffenburg (POW) Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) am Untermain hat zum „Internationalen Tag der Familie" am 15. Mai eine Elternumfrage an Kitas, Schulen und im Internet gestartet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus Sicht der Eltern die optimale Erziehung von Kindern gewährleistet sein soll. Die KAB macht die Befragung beispielhaft an der maximalen familienpolitischen Direktleistung von 1800 Euro Elterngeld fest. Albrecht Seidl aus Niedernberg, einer der beteiligten Väter, bringt es so auf den Punkt: „Für welches Modell von privater und öffentlicher Betreuung würden sich die Eltern entscheiden, wenn sie dieses Geld pauschal ausgezahlt bekommen und dafür die Betreuung auch selbst finanzieren müssten?“

Hintergrund ist die aktuell sehr polarisierte Debatte rund um die Eigenerziehung oder Krippenbetreuung. Darin würden Frauen entweder als „Helikoptermutter“ oder als „Rabenmutter“ bezeichnet. Mal werde die Betreuung zu Hause, mal die Betreuung in der Krippe diffamiert. Aus Sicht der engagierten Eltern spiegele diese Debatte einen gesellschaftlichen Umschwung wider. Gegenüber der KAB berichteten demnach Mütter von ihrem Empfinden: „Während noch vor wenigen Jahren die Frauen an den Herd gebunden wurden, sollen sie jetzt an den Arbeitsplatz gefesselt werden.“ Väter kommentierten, „dass schon lange in dieser Diskussion für die unterschiedlichen Wünsche der Väter nur wenig Platz bleibt“. Zugleich bestätigen viele Umfragen, dass die sogenannte „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ bis heute ein Wunschtraum sei, der im Hamsterrad des Alltags allzu oft untergehe.

Für die KAB geht es in dieser Debatte nur scheinbar um die Kinder und deren Eltern. Stattdessen sei die verbreitete Wahrnehmung, dass politische Ideologien und wirtschaftliche Interessen über die Köpfe hinweg diskutiert würden, ohne dass die Betroffenen selbst darin zu Wort kämen.

Die Befragungsinitiative möchte nun den Eltern selbst eine Stimme geben. Dazu können Elternbeiräte oder soziale Institutionen ein Umfragepaket mit Fragebögen und Informationsplakaten bei der KAB-Geschäftsstelle anfordern. Für alle Institutionen und Gruppen, die sich beteiligen, wertet die KAB die Umfrage aus und bringt die Ergebnisse gerne auch mit weiteren engagierten Elterngruppen in die öffentliche Diskussion.

Als kleiner Nebeneffekt für die Elternbeiräte und sozialen Institutionen vergibt die KAB laut einer Pressemitteilung ein Preisgeld von 1800 Euro anteilig für die ersten 1000 ausgefüllten Fragebögen. Hinzu kommt, dass die Ergebnisse auch für einzelne Kitas und Schulen anonym ausgewertet und zur Verfügung gestellt werden können. Einzelpersonen können sich über das Internet unter www.elternumfrage.kab-wuerzburg.de direkt und anonym beteiligen. Nähere Informationen bei: KAB-Geschäftsstelle am Untermain, Telefon 06021/392140, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

(2016/0607; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet

 

 

Rudi Großmann

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