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1. Engelberggespräch der KAB Miltenberg 2012

EngelbergGespräch 2012 am 28. April – KAB, Caritas, Martinusforum und Franziskanerorden hatten am 28. April abends um 18:30 Uhr zum ersten EngelbergGespräch in die Klosterstuben geladen. Etwa 80 interessierte und engagierte Bürger kamen zur Diskussion über unsere aktuelle Lebens- und Arbeitssituation. Die Politik wurde vertreten durch MdB Wolfgang Zöller und Christine Scheel, während Realitäten aus dem Alltag durch Wolfgang Härtel (Caritas) sowie Reinhard Lattin (KAB) geschildert wurden. Das Improvisationstheater ZapzarAB setzte Themen und Schlagworte gelungen in Szene.

KAB-Diözesansekretär Joachim Schmitt moderierte souverän durch den Abend. Einstieg war eine kurze Vorstellung der Umfrageaktion der KAB zum gleichen Thema. Wenngleich die Umfrage nicht den Anspruch erhebt, repräsentativ zu sein, so zeigt sich doch eine klare Teilung in sehr verschiedene Lebenswelten: es gibt die desillusionierten Arbeitsuchenden ohne Pespektive, es gibt aber auch die gut bezahlten, aber vollkommen überlasteten Macher, es gibt jede Menge Mehrfachbelastung zu Hause, und es gibt auch die mit ihrem Leben vollkommen Zufriedenen.

Die erste Diskussionsrunde des Abends setzte bei den prekär oder gar nicht Beschäftigten an. Wolfgang Härtel berichtete aus seiner Erfahrung in der ALG-II-Beratungsarbeit. In der zweiten Runde richtete Reinhard Lattin den Blick auf die Arbeit in Betrieben, wo trotz oder manchmal auch wegen immer mehr Automatisierung immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt wird. Während von der zweiten Gruppe erwartet wird, omnipräsent zu sein, und das möglichst rund um die Uhr - wenigstens am Handy - fragt sich die erste Gruppe, ob diese Gesellschaft sie überhaupt für irgendwas noch braucht.

Politiker, so wurde an diesem Abend klar, sehen den zweiten Fall nicht unbedingt als so bedenklich an - schließlich ergeht es ihnen selbst ja auch so, und sie haben es so gewählt. Es ist aber nicht einfach alles nur eine Frage der Organisation, schon gar nicht, wenn noch genug Zeit für Familie und Engagement bleiben soll - neben dem Beruf.

Zwischendurch wurden die Themen und Aussagen gelungen in Szene gesetzt vom Improvisationstheater ZapzarAB aus Aschaffenburg. Die Politiker und überhaupt Alle waren begeistert, besonders von deren Begabung, schwierige Themen einfach rüberzubringen. Kurzerhand wurde die Truppe für ein paar Tage nach Berlin eingeladen, um sich den Alltag des Bundestags mal aus der Nähe anzuschauen.

Das erste EngelbergGespräch war  - auch wenn mangels Zeit Vieles ungesagt blieb - ein Erfolg, der zum Weitermachen einlädt!



Alle Bilder des Abends hier zum Anschauen und Herunterladen:  Fotos EngelbergGespräch 2012


Rudi Großmann

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