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KAB fordert gute Arbeit für alle

1000 Euro Spende für Mobbingberatung – Mit den massiven Veränderungen in der Arbeitswelt setzten sich die Delegierten des Kreisverbandes Würzburg der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) auf ihrem Herbstausschuss auseinander.

Die einen stünden unter permanenten Streß, so Vorsitzende Hiltrud Altenhöfer, weil sie immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit erledigen sollen. Für viele andere sei der Zugang zu auskömmlichen Arbeitsplätzen verwehrt, trotz wiedererstarkter Wirtschaft. Die Zunahme unsicherer Arbeitsverhältnisse, die durch Leiharbeit, befristete Arbeitsverträge, geringfügige Beschäftigung, Endlospraktika und Niedriglöhnen gekennzeichnet ist, sei besorgniserregend und das wolle die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) nicht mehr hinnehmen.
Unter dem Motto „Arbeit, die LEBEN läßt“ plant der Kreisverband nun für das kommende Jahr Aktionen und Bildungsveranstaltungen, die in den KAB-Arbeitnehmertagen im Herbst 2011 ihren Höhepunkt finden sollen. Als sichtbares Zeichen der Solidarität entschieden sich die Delegierten, die Arbeit des Vereins „Fair am Arbeitsplatz“, der professionelle Beratung für Mobbingopfer ermöglicht, mit einer Spende von 1000 Euro zu unterstützen.
In der Rückschau auf das vergangene Jahr bemängelten die Delegierten die Arroganz in der aktuellen Politik. Trotz massiver Proteste auch aus den Reihen der KAB, hätten die Politiker die Zusatzbeiträge der Krankenversicherung beschlossen und so den Systemwechsel der solidarischen Krankenversicherung hin zur Kopfpauschale vollzogen. Öffentlichen Podiumsveranstaltungen mit Bundestagsabgeordneten und Unterschriftenaktionen im Vorfeld der Entscheidungen blieben ohne Gehör
Gleiches gälte auch für die Rente mit 67, die in dieser Form nicht notwendigerweise eingeführt werden müsste. Die katholischen Verbände hätten bereits vor Jahren ein eigenes Rentenmodell vorgelegt, deren Machbarkeit durch das Ifo-Institut bescheinigt wurde. Demnach könnten die Menschen wie bisher mit 65 in Rente gehen und alle bezögen eine Rente, die sie vor der für viele prognostizierten Altersarmut schützen würde. Der Politik fehle einfach die Kraft, solche zukunftsweisende und sozial ausgewogenen Änderungen zu beschließen, so KAB-Diözesansekretär Robert Hübner.

Rudi Großmann

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