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KAB mit neuer Führungsspitze

Diözesantag der KAB fordert neuen Lebensstil – Unter dem Motto "Nachhaltig leben und arbeiten" trafen sich 143 Delegierte aus den KAB Ortsverbänden der Diözese Würzburg zum 22. KAB-Diözesantag im Pfarrzentrum Hl. Kreuz, Würzburg. Neugewählt für die nächsten vier Jahre wurden Hiltrud Altenhöfer (Hausen) als Diözesanvorsitzende, Harald Mantel (Schweinfurt) als Diözesanvorsitzender und im Amt bestätigt Peter Hartlaub (Werneck-Schnackenwerth) als Diözesanpräses. Sie lösen Hermine Lang (Üttingen) und Michael Wahler (Schonungen-Gädheim) ab, die nach 12- bzw. 8-jähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl standen.

„Wer soziale Gerechtigkeit will, muss die ökologische Frage mitstellen“, unterstrich Diözesanpräses Peter Hartlaub die Bedeutung einer sozialen und ökologisch nachhaltigen Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitswelt. Unter dem Stichwort „Tätigkeitsgesellschaft“ will sich die KAB in der Diözese Würzburg in den nächsten zwei Jahren mit Themen wie Leiharbeit, Mindestlohn, Zeitverträgen oder Lohngerechtigkeit beschäftigen. Danach soll das Motto „Klug kaufen“ die Sinne für biologische, regionale, saisonale oder fair gehandelte Produkte schärfen.

Als „Zeit des Aufbruchs und des Fortschritts“ beschrieb das Tagespräsidium den Berichtszeitraum von 2008 bis 2012. Ein dickes Berichtsheft rief die verschiedenen Tätigkeitsfelder ins Gedächtnis und erinnerte an die beiden Schwerpunktthemen „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen“ und „Arbeit, die Leben lässt“. Unter diesen Gesichtspunkten hatten die KAB-ler ihre Sorge um eine gerechte Zukunft und Leben in Würde in Kampagnen, Öffentlichkeitsarbeit, Gesprächen und Bildungsarbeit umgesetzt.

Ihr Profil zeigt die KAB vor allem in der Bildungsarbeit bei Aktionen wie Familienwochenenden oder Frauenfrühstücken. Sie setzt sich für den arbeitsfreien Sonntag, Lohngerechtigkeit für Frauen oder ein neues Rentenmodell ein. Die Diözesanleitung hat regelmäßige Gespräche mit den Politikern der Region eingeführt und bekannte Persönlichkeiten um öffentlichkeitswirksame Statements zur Bedeutung der KAB-Arbeit gebeten. Die diözesane KAB pflegt ihre Partnerschaft mit der „Gemeinschaft christlicher Arbeiter“ Vuwawa in der Diözese Mbinga in Tansania und gibt ihren Mitgliedern und Ortsvereinen spirituelle Handreichungen für deren Veranstaltungen und Feste im Jahreskreislauf.

„Der Diözesanverband ist sehr aktiv und ein Brückenbauer zwischen Kirche und Arbeitswelt“, lobte Bundesvorsitzender Georg Hupfauer die Würzburger. Das Engagement und die Stärke des Diözesanverbands zeige sich auch mit der Wahl der Würzburgerin Sabine Schiedermair zur Bundesvorsitzenden und von Dr. Michael Wahler aus Schonungen in den Bundesvorstand im Oktober 2011. Er freue sich auch, dass die Würzburger das bundesweite Motto „Nachhaltig leben und arbeiten“ als neues Schwerpunktthema mitträgt.

Auch beim erweiterten Vorstand gab es Veränderungen, vor allem weil Marianne Schneider aus Zellingen, Jutta Rudolf aus Miltenberg und Rita Wiesner aus Arnstein nicht mehr für ihre Posten als stellvertretende Diözesanvorsitzende, Schriftführerin und Schatzmeisterin kandidierten.

13 Frauen und Männer wurden neu und wiedergewählt, nämlich Inge Eberlein aus Schwanfeld, Theresia Erdmann aus Aschaffenburg und Elisabeth Seufert aus Kleinwallstadt als stellvertretende Diözesanvorsitzende, Hans-Günther Kraus aus Baunach als Schriftführer, Reinhard Lattin aus Elsenfeld-Schippach als Schatzmeister sowie Werner Neubauer aus Schwanfeld und Dr. Winfrid Heimbeck aus Mömbris als Revisoren. Als Stellvertretender Diözesanpräses wurden die beiden Diakone Dr. Michael Wahler aus Schonungen und Albert Ridder aus Bergrheinfeld, Pater Ludger Wolfert C.Ss.R. aus Würzburg und Pfarrer Erich Sauer aus Haibach gewählt.

Den feierlichen Abschluss bildete der Festgottesdienst mit Domkapitular Christoph Warmuth mit den Fahnenabordnungen der KAB Gruppen, gestaltet mit rhythmischen Liedern von der Kirchenband "stand up" aus Egenhausen.

Rudi Großmann

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