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KAB taucht in Geschichte ein

Merk- und Sehenswürdigkeiten in Arnstein – Der Kreisverband der KAB Main-Spessart hat zu einer Erkundung der Sehenswürdigkeiten von Arnstein eingeladen - auf dem Programm stand eine Führung durch die Wallfahrtskirche Maria Sondheim und ein historischer Rundgang durch die Stadt.

Erstaunen und Verwunderung löste die Besichtigung der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Sondheim bei den Teilnehmern der KAB – Führung aus. Die überwiegend aus dem Lohrer Raum interessierten Besucher erfuhren von Altbürgermeister Roland Metz viel zur Kirchengeschichte Maria Sondheim. Erstaunt waren die Gäste darüber, dass das heutige Ausmaß der Kirche nur den Chorraum darstellt. Mangels Maße und trotz vieler Ablässe konnte der ehemals geplante dreischiffige Kirchenbau nie fertiggestellt werden. Erst ein Machtwort vom damaligen Bischof führte dazu, dass das Kirchendach fertiggestellt wurde. Im 16.Jahrhundert konnte dann die Kirche geweiht und als Pfarrkirche genutzt werden. Die Pfarrkirche diente über Jahrhunderte auch als Grablege des Rittergeschlechts der von Hutten.
Das Städtchen Arnstein wurde den von Hutten als Lehen der Fürstbischöfe von Würzburg überlassen. Noch heute geben die vielen Grabsteine Zeugnis von der wechselvollen Geschichte der Hutten. Die wohl bekanntesten Söhne des Huttengeschlechts sind Moritz von Hutten, Erzbischof von Eichstätt und Philipp von Hutten, Stadthalter der damaligen spanischen Gebiete in Südamerika. Philipp von Hutten wurde im heutigen Venezuela nach einem Eroberungsfeldzug von einem spanischen Konkurrenten ermordet. Zum Gedenken befindet sich ein Grabstein in der Kirche. Weiter ging es zur Synagoge in der Goldgasse. Dort erfuhren die Teilnehmer von der neueren Geschichte Arnsteins, dem Landjudentum in Unterfranken und dem Schicksal der jüdischen Bürger unter Hitlerdeutschland.
Im lauschigen Biergarten konnte Durst und Hunger gestillt werden. Alle Teilnehmer waren begeistert von der kurzweiligen Führung und versprachen wieder einmal einen Abstecher in die Werntalstadt zu unternehmen. B.M.

Rudi Großmann

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