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Jetzt! Umsteuern für mehr soziale Gerechtigkeit

Aufruf der KAB zum 1. Mai – Zu einem konsequenten Umdenken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ruft die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) auf. Angesichts über drei Millionen Arbeitsloser, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden, einer Spaltung der Gesellschaft, die Reiche reicher und Arme zahlreicher macht,

einem ausufernden Niedriglohnbereich, der Armut trotz Arbeit schafft, und einer erschreckenden Zunahme der Altersarmut, die ältere Menschen zwingt trotz Rente sich mit Zusatzjobs über Wasser zu halten, ruft der katholische Sozialverband die Politik auf, endlich die Steuer herumzureißen.

 - Es ist ein Skandal, dass nach der  Banken- und Finanzkrise die Politik die Bewältigung dieser Krise weiterhin auf dem Rücken der Bürger und Bürgerinnen in ganz Europa austrägt !

- Es ist ein Skandal, dass die Wirtschaft mit Lohndumping die Ausbeutung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern  betreibt, um den Profit der Aktionäre zu steigern !

- Es ist ein Skandal, dass die Energiewende auf Kosten von Umwelt und Ressourcen verschleppt wird, um die Gewinne der globalagierenden Unternehmen zu steigern !

 Als christliche Bewegung für soziale Gerechtigkeit rufen wir die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf: Fair teilen, statt sozial spalten, damit nachhaltig leben und arbeiten möglich wird. Um den Sozialabbau zu stoppen, muss jetzt um-fair-teilt werden!

Die KAB fordert die Einführung eines Spitzensteuersatzes von 50 Prozent auf alle Einkommen und Einkommensarten über 60.000 Euro pro Jahr und eine Vermögenssteuer.

Die KAB fordert die Einführung einer 30-Stunden-Woche zur gleichwertigen Anerkennung aller Tätigkeiten von Frauen und Männern sowie die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 9,70 Euro pro Stunde.

Die KAB fordert eine Energiewende, die die Kosten sozial gerecht verteilt. Keine Entlastung von und keine Subventionen an Großunternehmen, die Raubbau  an der Natur betreiben. Ein anderes Wirtschaften, das auf Nachhaltigkeit setzt und die  regionalen Märkte stärkt, ist dringend notwendig.

Rudi Großmann

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