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Familien fordern mehr Anerkennung für die Erziehungsleistung!

Blitzumfrage der KAB zur Familienpolitik – „Familien ins Spiel bringen – in Europa und weltweit!“, so das Motto der KAB-Familienaktion auf dem Kinder-Kultur-Tag in Aschaffenburg. Mit dabei ein großes buntes Europapuzzle und Kinderspiele aus der Türkei, Kroatien, China, der Mongolei und Tansania. Um die Familien auch politisch „ins Spiel zu bringen“ führten die engagierten Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung eine Blitzumfrage zur Familienpolitik durch. Die Frage an die Eltern lautete: „Wollen Sie mehr staatliche Geldleistungen oder mehr staatliche Betreuungsangebote?“

Im Ergebnis zeigt sich, dass Familien mit mehreren Kindern (Durchschnitt 2,3) und Familien mit geringerem Einkommen (Durchschnitt 2695 €) deutlich mehr finanzielle Unterstützung für ihre Erziehungsleistung erwarten. Es sind die Hälfte der insgesamt 60 Familien, die meistens auch nur über ein Erwerbseinkommen verfügen und zum Teil alleinerziehend sind.

Familien mit zwei Erwerbseinkommen haben ein deutlich höheres Durchschnittseinkommen (3075 €), im Schnitt 1-2 Kinder und wünschen sich einen deutlichen Ausbau der staatlichen Infrastruktur für Kleinkinder und in der Schule. Diese Position bezogen ein Viertel der beteiligten Eltern.

Ein weiteres Viertel der Eltern sind der Meinung, dass die Geldleistung wie auch das Betreuungsangebot ausgebaut werden muss. Die Auswertung zeigte, dass dies vornehmlich Paare waren, die mit einem Kind am Anfang ihrer Familienplanung stehen und auf der Suche nach Sicherheiten und Möglichkeiten in ihrer Lebenssituation sind.

Für Theresia Erdmann, die Sprecherin der KAB-Familienarbeit, zeigt sich mit diesem Ergebnis, dass die derzeit einseitige Ausrichtung der Familienpolitik auf „Infrastrukturleistungen“ an den Interessen der Familien vorbei geht: „Wer das Familienleben absichern und Familiengründungen ermöglichen will muss neben dem Angebot von Betreuung auch die private Erziehungsleistung honorieren.“ Erdmann weiter: „Die Hälfte der abgegebenen Stimmen zeigt, dass es gerade dort am Einkommen fehlt, wo mit mehreren Kindern die private Erziehungsleistung am größten ist.“ Vor diesem Hintergrund setzt sich die KAB dafür ein, dass neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, auch die Wahlfreiheit zwischen öffentlicher und privater Erziehung möglich und akzeptiert wird. Entsprechend wird die AG-Familie auch am 24. Juli im Martinushaus Aschaffenburg, beim Themenabend der KAB zur Bundestagswahl die Interessen der Familien „ins Spiel bringen“.

Rudi Großmann

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