Werneck im Nationalsozialismus
Aus der Geschichte lernen...
Traditionsgemäß luden die KAB Ortsverbände im Markt Werneck zum Vortrag und Gesprächsabend im Sportheim Egenhausen ein.
Unser historischen Thema ist aktuell wie Peter Hartlaub in seiner Begrüßung darlegte. Wir gedenken am Volkstrauertag der Opfer vor allem auch des Nationalsozialismus und sind immer wieder erschüttert von dem Blutzoll, den diese Ideologie gefordert hat. Und wir fragen uns wie konnte es sein, dass die Deutschen die Demokratie der Weimarer Republik so schnell austauschten gegen die Diktatur des Nationalsozialismus? Lässt sich daraus etwas für unsere heutige Situation, in der die Demokratie ebenfalls in Gefahr ist, lernen?
Wir schauten an diesem Abend zusammen mit Bernd Göbel dem Vorsitzenden des Historischen Vereins genau hin um Faktoren, Haltungen und Verhaltensweisen aufzuspüren, die uns eine Warnung sein können, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.
Bernd Göbel stellte in seinem ersten Impulsreferat den Weg in den Nationalsozialismus dar. Und wie schnell es zur Abschaffung und Verachtung der Demokratie kommen konnte. Er schilderte wie innere und äußere Krisen in der Zeit der Weimarer Republik zum Erstarken der NSDAP führten und wie es zur Machtergreifung kam. Deutlich machte er auch die Veränderungen in Werneck und für die Wernecker Bevölkerung.
Im zweiten Teil des Vortrags ging es um das Verhalten der Kirchen zur Idiologie des Nationalsozialismus und die Situation der Kirche in Werneck. Nachfolger des 1938 verstorbenen Pfarrers Heinrich Baunach wurde Paul Anders, der sich den Repressalien des Regimes immer widersetzte.
Viele persönliche Erfahrungen bereicherten die anschließende Diskussion, bei der deutlich wurde, dass Demokratien nur funktionieren können, wenn es Kompromisse gibt. Und wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen und sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen.
Bernd Göbel beschließt den interessanten Abend mit den Worten von Richard von Weizsäcker (Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, 1984-1994)
