KAB Hörstein und Wasserlos diskutieren mit den Bürgermeisterkandidaten für Alzenau
Noch wenige Wochen bis zur Kommunalwahl. Die KAB-Ortsverbände Hörstein und Wasserlos gingen ihrem Anspruch nach, sich kommunalpolitisch einzumischen und luden daher die drei Kandidierenden für das Bürgermeisteramt in Alzenau zu einer Podiumsdiskussion in das Pfarrheim Hörstein ein. Der aktuelle Amtsträger Stephan Noll von der CSU und die Kandidatin der SPD, Katrin Stutz-Engel folgten der Einladung und stellten sich den Fragen der KAB und rund 130 interessierten Bürgerinnen. Der Kandidat der Partei "Wir Bürger Alzenau" hatte seine Teilnahme im Vorfeld abgesagt.
Die Diskussion wurde moderiert von Joachim Schmitt, Bildungsreferent der KAB in Aschaffenburg, der beharrlich auf die Einhaltung von Redezeiten und Themen achtete und so zu einer interessanten, sachlichen Debatte beitrug.
Das Vorbereitungsteam hatte im Vorfeld 5 Themen formuliert, die vor allem in Hörstein und Wasserlos von Interesse sind, zu denen die beiden Kandidierenden Stellung bezogen:
- fehlende Einkaufsmöglichkeiten in Hörstein und Wasserlos,
- sanierungsbedürftige (Sport)hallen (Wasserloser Halle und die Schulturnhalle in Hörstein)
- weitere Nutzung des seit 2024 leer stehenden alten Kindergartens in Wasserlos
- Finanzierung von Kindergärten, hier speziell dem katholischem Kindergarten des Bernhardusvereines in Hörstein
- Umgang mit freien Grundstücken und leerstehenden Gebäuden bei hohem Wohnungsdruck
- künftige Zusammenarbeit in einem aus vielen Parteien bestehenden Stadtrat
In den anschließenden Bürgerfragen, die auf Karten gesammelt, inhaltlich zusammengefasst und vom Vorbereitungsteam vorgetragen wurden, ging es um den hohen Schuldenstand in Alzenau, Einsparmöglichkeiten, Digitalisierung oder Jugendthemen.
Herr Noll hatte eindeutig den Wissensvorsprung des amtierenden Bürgermeisters und gab manch interessante Einblicke in die Verwaltungsarbeit. Frau Stutz-Engel zeigte sich ebenso vorbereitet, bat aber auch um Entschuldigung, dass sie in Einzelheiten noch keinen Einblick hätte.
Auf die Frage, warum beide kandidieren wollen, gab Stephan Noll an, dass Alzenau lebenswert sei und er auch nach 6 Jahren Amtszeit noch Lust und Wille hätte die Stadt voranzubringen nach dem Motto "Hart in der Sache, fair zum Menschen". Katrin Stutz-Engel betonte ebenfalls Ihren Willen und Lust, Verantwortung für Alzenau zu übernehmen. Sie möchte ihre Erfahrungen aus Wirtschaft und strukturellem Arbeiten einbringen. "Es ist Zeit für eine weibliche Hand".
Nach 2 Stunden anregenden, fairen und informativen Diskussionen bedankte sich die KAB bei den Kandidaten und Zuhörerinnen und wünschte eine gute Wahl.
