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Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Diözesanverband Würzburg e.V. (KAB)  > Wir vor Ort  > Aschaffenburg
18.05.2010 | Statt Kürzung der Bildungsinvestition Besteuerung von Finanzprodukten
Gesellschaft braucht alle Talente
Familienbund (FDK) und Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) in Unterfranken weisen die Forderungen nach Kürzungen der Bildungsinvestitionen zurück.

Denn: Nicht Schüler, Studenten und Familien sind an der Misere schuld. Es sei eine Frage der Gerechtigkeit und der Klugheit, dass die Verursacher die Hauptlasten tragen an dem angerichteten Schaden. „Unsere Gesellschaft braucht die Talente, den Willen und die Kreativität aller ihrer Bürger, um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten“, erklärt die stellvertretende Diözesanvorsitzende der KAB, Theresia Erdmann. „Dazu brauchen alle – Kinder genauso wie Ältere – Kenntnisse, Einsichten, Erziehung, Bildung.“ Statt die Mittel im Bildungsbereich zu kürzen, müssten die bekannten Defizite im deutschen Bildungssystem, besonders die vielfach nachgewiesene soziale Auslese, schleunigst behoben werden! Das staatliche Bildungssystem dürfe dabei nicht gegen die Bildungsleistung der Eltern ausgespielt werden. Wenn geschrieben werde: „Qualitativ hochwertige frühkindliche Betreuung und Bildung“ seien der „Schlüssel zu lebenslangem Bildungserfolg und gesellschaftlicher Teilhabe“, sei das aus Sicht der beiden katholischen Verbände natürlich richtig, sagt der FDK-Vorsitzende Michael Kroschewski. „Wenn dabei aber so getan wird, als ob Bildung und Betreuung nur in Einrichtungen stattfinde, wenn geargwöhnt wird, Eltern würden ihren Kindern frühe Förderangebote in einer Kinderbetreuungseinrichtung vorenthalten, dann irren die Verfasser – wie uns die Soziologie, die Psychologie und nicht zuletzt unsere eigenen Erfahrungen bestätigen.“
„KAB und FDK fordern eine Besteuerung von Finanzprodukten, eine vorrangige Beteiligung der Verursacher der Krise an der Behebung der Folgen der Krise“, erklären Erdmann und Kroschewski. „Und wir fordern, nicht Familie gegen Bildung auszuspielen, sondern gemeinsam zurückzukehren zu einer nachhaltigen, solidarischen Politik, die auf das Gemeinwohl ausgerichtet ist.“

Alexandra Dreide | E-Mail