120 Jahre KAB Kleinostheim
Einladung von Pfarrer Clemens Bieber
"Soziale Gerechtigkeit" gehört zu den wesentlichen Sehnsüchten und Forderungen von Menschen. "Soziale Gerechtigkeit" ist etwas ganz anderes als die plakative Forderung in Wahlkampfzeiten "Reichtum für alle". "Soziale Gerechtigkeit"
will Menschen in ihren vielfältigen Lebenssituationen und ihrer
unterschiedlichen Verantwortung zu einem menschenwürdigen und ihnen
angemessenen Leben verhelfen. "Soziale Gerechtigkeit" hat also nichts mit Umverteilung oder Gleichmacherei zu tun. "Soziale Gerechtigkeit"
will Menschen helfen, dass sie ihr Leben, ihre Begabungen und Talente
entfalten und dafür einen angemessenen Lohn erhalten. Niemand soll
dabei ausgenutzt werden, und niemand darf sich unangemessen viel
herauszuholen versuchen. "Soziale Gerechtigkeit"
hat also zutiefst mit Verantwortung zu tun - für sich selbst, für den
Nächsten. Und der Maßstab dafür ist die Verantwortung vor Gott. Darauf
weist die katholische Soziallehre hin. Sie sieht Arbeit als einen
wesentlichen Bestandteil zur persönlichen Entfaltung des Einzelnen und
als wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Welt gemäß dem
Schöpfungsauftrag Gottes, die Welt zu bebauen und zu hüten. Wir
sind dankbar für die lange und wirkungsvolle Geschichte, die deutlich
macht, dass sich die Kirche um die Belange der Menschen in der
Arbeitswelt annimmt und vielfach sogar ein entschiedener Vorreiter war
und ist, wenn es um menschenwürdige, soziale Bedingungen für arbeitende
Menschen geht. Die Katholische Soziallehre und das Wirken der KAB sind
heute aktueller denn je. Die ganze Gemeinde von St. Laurentius
und alle Kleinostheimerinnen und Kleinostheimer sind eingeladen zur
Feier des Jubiläums unserer KAB. Mit frohen Grüßen aus dem Pfarrhaus von St. Laurentius Ihr Clemens Bieber
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