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Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Würzburg zeigt sich besorgt über das erneute Anschwellen der Leiharbeit. Nach Angaben der Bundesregierung stieg der Anteil von Leiharbeiterjobs an den neuen Stellen von 25 Prozent im Januar auf 35 Prozent im Juni. Nach Ansicht der KAB hat die Leiharbeit mit Flexibilität in der Personalplanung, um auf kurzfristige Ausfälle etwa durch Krankheiten und Schwankungen im Geschäft reagieren zu können, in der Praxis nur noch am Rande zu tun. Vielmehr diene sie dazu, den Kündigungsschutz zu unterlaufen und Löhne zu drücken. Damit werden zunehmend Stammbelegschaften unter Druck gesetzt und soziale Standards in den Betrieben gefährdet. Eine Beschäftigungsunkultur des amerikanischen „hire and fire“ mache sich in immer mehr Betrieben breit, beklagt die KAB. „Damit wird der wirtschaftliche Aufschwung zu einem guten Teil mit der Ausbeutung von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmerin bezahlt. Diese werden schlecht bezahlt, haben keinerlei sichere Zukunftsperspektive“, stellt KAB-Diözesanvorsitzende Hermine Lang aus Üttingen fest. Sie beruft sich dabei auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit vom Juni 2010, wonach zwei Drittel aller Leiharbeiter einen Niedriglohn erhalten. Sie verdienen laut der IAB-Studie in der Regel 20 bis 25 Prozent weniger als regulär Beschäftigte. Die KAB fordert daher die Bundesregierung auf, Leiharbeit zu begrenzen, sofort einen Mindestlohn für Leiharbeitnehmer einzuführen und als folgenden Schritt, den Grundsatz der Gleichbehandlung zwischen Leiharbeitnehmern und den regulär Beschäftigten beim Entgelt und allen anderen Arbeitsbedingungen in Leiharbeitsfirmen bindend festzuschreiben. |